Bundesweiter Theater-Wettbewerb
Briefe nach Ewigheim - 1. Preis in der Kategorie Schultheater im 3. Jahrgang des Wettbewerbs. Das Ensemble LichterSchatten der Marienschule Münster erarbeitet das Stück Briefe nach Ewigheim. Unten können Sie die Aufzeichnung der Theateraufführung in voller Länge im Rahmen der Preisverleihung am 20. Juni 2023 im Pfefferberg Theater in Berlin anschauen. Mit Deutscher Gebärdensprache. Das zweite Video enthält die Synchron-Übersetzung in die Leichte Sprache, erarbeitet und eingesprochen von Anne Leichtfuss.
Briefe nach Ewigheim
Briefe nach Ewigheim LL
Wort·erklärungen zum Theater.stück Briefe nach Ewigheim.
Das Manuskript zum Theater.stück "Briefe nach Ewigheim" in Leichter Sprache.
Das Theaterstück "Briefe nach Ewigheim" collagiert vornehmlich Texte aus dokumentarischen Quellen. Das Theaterstück zeigt anhand von zahlreichen Einzelschicksalen, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung von Nationalsozialisten systematisch vernichtet und für Experimente missbraucht wurden. Das Theaterstück enthält Zitate von Tätern, Opfern und Zeugen.
Ein wiederkehrendes Element sind die sogenannten „Trostbriefe“, welche die Eltern und Angehörigen von Opfern der „Euthanasie“-Verbrechen erhielten und die in den meisten Fällen willkürliche Angaben zur Todesursache des Angehörigen enthielten.
Die Texte richten auch einen Blick auf die Täter. In Zitaten aus den Gerichtsprozessen erleben die Zuschauer*innen reuelose Rechtfertigungsversuche und den ungebrochenen Glauben daran, das Richtige getan zu haben. Die Inszenierung wirft zudem eine moderne Perspektive auf das Thema, indem ein dokumentiertes Gespräch zweier Mütter über Pränataldiagnostik in das Stück eingebaut wurde.
Am Ende des Stückes schlagen die Spielerinnen selbst eine Brücke in die Gegenwart, indem sie namentlich mit ihnen verwandten „Euthanasie“-Opfern symbolisch einen Brief schreiben.
Spielerinnen: Anna-Lisa Rölker, Anna Hendler, Sanna Homann, Alex März, Merit Jung, Cosima Berger, Anouk Abbing
Theaterpädagogische Spielleitung: Christian Reick
